Programme

In der Personalentwicklung hat sich Mentoring als Instrument sehr bewährt. Der Hildegardis-Verein führt seit 2015 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz das bundesweit erste Mentoring-Programm "Kirche im Mentoring - Frauen steigen auf" zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen in der katholischen Kirche durch. An dem Projekt beteiligten sich zurzeit 17deutsche (Erz-)Bistümer und Organisationen.

Auch weibliche Studierende profitieren vor allem zu Beginn und zu Ende ihres Studiums oder an anderen Wendepunkten ihres (beruflichen) Lebens von der zielgerichteten Beratung durch eine persönliche Ansprechperson, die sie für einen begrenzten Zeitraum begleitet, berät und ermutigt, das zeigen die zahlreichen Mentoring-Programme, die an Hochschulen zur Persönlichkeits- und Karriereentwicklung durchgeführt worden sind.

Für Studentinnen mit Behinderung / chronischer Krankheit, die in doppeltem Maße benachteiligt sind, trifft dies ganz besonders zu: die Unterstützung durch ältere, bereits berufserfahrene Akademikerinnen und Akademiker (das sog. One-to-one-Mentoring) kann ihnen dabei helfen, nicht nur universitäre und berufliche Ziele zu konkretisieren und zu erreichen. Sie kann dazu beitragen, dass die Studentinnen in ihren persönlichen Stärken gestärkt werden und selbstbewusst für sich selbst eintreten.

Die Erfahrungen konnte der Hildegardis-Verein in seinem bundesweit ersten „Mentoring-Projektes für Studentinnen mit Behinderung“ bestätigen, das er von 2008-2013 mit Unterstützung der Conterganstiftung durchgeführt hat. Besonders stärkend, so ergab die wissenschaftliche Auswertung des Projektes, ist für Studentinnen der Austausch mit, und die gegenseitige Beratung durch gleichaltrige Kommilitoninnen (sog. Peer-Mentoring).

Vor diesem Hintergrund hatte der Hildegardis-Verein das Programm "Lebensweg inklusive: KompetenzTandems für Studentinnen mit und ohne Behinderung" neu konzipiert, das er von 2013-2016 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BmBF) durchgeführt hat. Es kombinierte in innovativer Form die Elemente der beiden Mentoringansätze. Dabei setzte es auf Lernerfahrungen von Differenz und Vielfalt. Mit seinem inklusiven Ansatz nahm das Programm einen aktuellen Aspekt der Bildungs- und Sozialdiskussion auf. Kernstück des Programms waren die studentischen Tandems, die inklusiv arbeiteten.